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Sailaufer Knoblauchfest 19.-20. Juli 2008

Knoblauch (Allium sativum)

Zwiebeln und auch Knoblauch sind vor allem zum Würzen sehr beliebt. Zwiebelgewächse schmecken aber nicht nur gut, sondern es werden ihnen auch eine Vielzahl gesundheitsfördernder Wirkungen zugesprochen.
Untersuchungen geben sogar Hinweise darauf, dass ein täglicher Zwiebelkonsum möglicherweise das Risiko senken kann, an Magenkrebs zu erkranken. Worauf diese Wirkung genau beruht, ist allerdings noch nicht geklärt.
Für das unverkennbare Aroma von Zwiebeln und Knoblauch sind ätherische Öle verantwortlich, die so genannten Senf- oder Lauchöle. Von besonderer Bedeutung ist dabei der Stoff Allicin. Er kann die Schleimhäute reizen und treibt vielen die Tränen in die Augen, ist aber auch für seine antibiotische Wirkung bekannt.
Zwiebeln und Knoblauch sollen außerdem eine günstige Wirkung auf die Verdauung haben und sogar helfen, den Blutdruck zu senken.

Der Gehalt an Lauchölen ist neben dem Erntezeitpunkt von der Zwiebelsorte abhängig. So haben Gewürzzwiebeln einen höheren Gehalt als Gemüsezwiebeln, und Knoblauch enthält besonders viele Lauchöle. Das Grün auskeimender Zwiebeln kann ohne Weiteres gegessen werden. Die Triebe sind allenfalls ein Hinweis darauf, dass das Aroma der Zwiebel beeinträchtigt sein kann.

Sailaufer KnoblauchprodukteDie Pflanze besitzt ausdauernde Zwiebeln, die sich vegetativ vermehren und Tochterzwiebeln, die so genannte „Zehen“ bekommen. Steckt man die Zehen im Herbst oder März 20 cm weit voneinander in die Erde, so blüht der Knoblauch im Hochsommer. Außer den Blüten finden sich in den Blütenständen auch kleine Miniaturzwiebeln, die man direkt in den Boden setzen kann, es ist die generative Vermehrung des Knoblauchs. Im Spätsommer wird geerntet, größere Zwiebeln erhält man, wenn die Pflanze zweijährig werden kann. Die Zwiebelchen der Blütendolde brauchen ein Jahr mehr zur Entwicklung.

Der Knoblauch wird in der kalten und warmen Küche genutzt. Beim Braten darf er nicht zu braun werden, weil er sonst bitter werden kann. Vor allem von Menschen aus Kulturbereichen, in deren traditioneller Küche wenig bis gar kein Knoblauch verwendet wird, werden die körperlichen Ausdünstungen von Menschen, die ihn gegessen haben, man spricht auch von einer "Knoblauchfahne", als störend empfunden. Die streng riechenden Stoffe kommen dabei nicht, wie oft angenommen, aus dem Magen. Stattdessen werden die schwefelhaltigen Abbauprodukte über die Lungenbläschen an die Atemluft abgegeben. Der medizinische Fachbegriff dafür ist Halitosis. Diese Gerüche werden von einem selbst und von anderen Personen, welche Knoblauch gegessen haben, nur schwach oder gar nicht wahrgenommen.
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