Knoblauch
(Allium sativum)
Zwiebeln und auch Knoblauch sind vor allem zum Würzen sehr
beliebt. Zwiebelgewächse schmecken aber nicht nur gut, sondern es
werden ihnen auch eine Vielzahl gesundheitsfördernder Wirkungen
zugesprochen.
Untersuchungen geben sogar Hinweise darauf, dass ein täglicher
Zwiebelkonsum möglicherweise das Risiko senken kann, an Magenkrebs zu
erkranken. Worauf diese Wirkung genau beruht, ist allerdings noch nicht
geklärt.
Für das unverkennbare Aroma von Zwiebeln und Knoblauch sind
ätherische Öle verantwortlich, die so genannten Senf- oder Lauchöle.
Von besonderer Bedeutung ist dabei der Stoff Allicin. Er kann die
Schleimhäute reizen und treibt vielen die Tränen in die Augen, ist aber
auch für seine antibiotische Wirkung bekannt.
Zwiebeln und Knoblauch
sollen außerdem eine günstige Wirkung auf die Verdauung haben und sogar
helfen, den Blutdruck zu senken.
Der Gehalt an Lauchölen ist neben dem Erntezeitpunkt von
der Zwiebelsorte abhängig. So haben Gewürzzwiebeln einen höheren Gehalt
als Gemüsezwiebeln, und Knoblauch enthält besonders viele Lauchöle. Das
Grün auskeimender Zwiebeln kann ohne Weiteres gegessen werden. Die
Triebe sind allenfalls ein Hinweis darauf, dass das Aroma der Zwiebel
beeinträchtigt sein kann.

Die
Pflanze besitzt ausdauernde Zwiebeln, die sich
vegetativ vermehren und Tochterzwiebeln, die so genannte „Zehen“
bekommen. Steckt man die Zehen im Herbst oder März 20 cm weit
voneinander in die Erde, so blüht der Knoblauch im Hochsommer. Außer
den Blüten finden sich in den Blütenständen auch kleine
Miniaturzwiebeln, die man direkt in den Boden setzen kann, es ist die
generative Vermehrung des Knoblauchs. Im Spätsommer wird geerntet,
größere Zwiebeln erhält man, wenn die Pflanze zweijährig werden kann.
Die Zwiebelchen der Blütendolde brauchen ein Jahr mehr zur Entwicklung.
Der
Knoblauch wird in der kalten und warmen Küche genutzt. Beim Braten darf
er nicht zu braun werden, weil er sonst bitter werden kann. Vor allem
von Menschen aus Kulturbereichen, in deren traditioneller Küche wenig
bis gar kein Knoblauch verwendet wird, werden die körperlichen
Ausdünstungen von Menschen, die ihn gegessen haben, man spricht auch
von einer "Knoblauchfahne", als störend empfunden. Die streng
riechenden Stoffe kommen dabei nicht, wie oft angenommen, aus dem
Magen. Stattdessen werden die schwefelhaltigen Abbauprodukte über die
Lungenbläschen an die Atemluft abgegeben. Der medizinische Fachbegriff
dafür ist Halitosis. Diese Gerüche werden von einem selbst und von
anderen Personen, welche Knoblauch gegessen haben, nur schwach oder gar
nicht wahrgenommen.